Auf den Körper hören

Auf den Körper hören

 Obwohl unser Körper uns ununterbrochen etwas mitteilt, haben viele Menschen verlernt, ihm zuzuhören. Stattdessen wird er oft mit Medikamenten zum Schweigen gebracht. Nur ein Beispiel von vielen: Er hilft uns, Stresssituationen gut zu bewältigen, indem er Adrenalin, Noradrenalin, Cortison ausschüttet. Dabei steigen Puls und Blutdruck, Muskeln werden vermehrt mit Sauerstoff und Energie versorgt, Stoffwechsel und Verdauung werden dagegen heruntergefahren. Der Körper hat das in unserer langen Geschichte gelernt. Körperstress bedeutete Kampf oder Flucht und dafür stattet er uns wunderbar aus. Die bereitgestellte Energie sollte verbraucht werden und dann braucht er dringend wieder Entspannungsphasen. Heute sieht der Stress vieler Menschen meistens ganz anders aus, nicht der Feind oder das wilde Tier sind die Bedrohung, sondern Überlastung am Arbeitsplatz, Überforderungen im privaten Bereich, ständige Überflutung mit Sinneseindrücken durch unsere mediale Welt. Der Körper hilft uns, das alles zu schaffen, aber wenn die Entspannungsphasen fehlen oder zu kurz sind, dann teilt er uns das auch deutlich mit: Unruhe, Schlafprobleme, Völlegefühl, Übelkeit, Herzprobleme, Bluthochdruck, … nicht um uns zu ärgern, sondern um uns klar zu machen: Hey, du kannst nicht permanent das Gaspedal voll durchtreten. Das hält keine Maschine auf Dauer aus.

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Veröffentlichung

Sa, 11. Juli 2026

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